Wer sich den Gothic Style auch zum Lebensprinzip gemacht hat, der wird dieses Motto auch in allen möglichen Lebensbereichen verwirklichen. Jeder Besucher wird mitbekommen, wie man tickt, jeder Gegenüber die eindeutige Aufmachung zu sehen bekommen. Alles beginnt mit der Musik. Hier gehören eindeutig zuzuordnende Bands in das CD Regal, die Poster an der Wand von Jugendlichen werden auch die gewissen Sympathieträger der Gothic Szene zeigen. Der Schmuck, den man trägt, ist so ausgefallen, wie das Make-up. An Schminke haben Männer wie Frauen vor allem sehr helles Make-up für das Gesicht, ansonsten aber sehr dunkle Accessoires im Bad stehen. Schwarze Eyeliner, Wimperntusche, natürlich auch ein schwarzer Lippenstift und dunkler Nagellack gehören zur Grundausstattung. Ein wenig Kunst gehört auch dazu, sich nach Gothic Art zu schminken. Tränen, die über die Wangen rollen, werden aufgemalt, und auch die übrige Gestaltung des Gesichts ist spektakulär und außergewöhnlich, in den Augen mancher Mitmenschen sogar skandalös.
In manchen Zimmern gibt es dunkle Gardinen, schwarze oder dunkel bemalte Möbel. Lichteffekte machen das Dunkel zur gespenstisch anmutenden Szene Lokalität. Manche Mütter fühlen sich ob der Umgestaltung der Räume etwas überfordert, geben aber klein bei, weil das Kind sich ja bei der Suche nach dem eigenen Weg nicht überrollt fühlen soll. Gothic lebt man, oder man lässt es. Akzeptanz zu bekommen, ist sehr schwer, denn nicht jeder kann sich mit der Eigenschaft „Toleranz“ schmücken. Wer sein Lebensgefühl unter die Überschrift Gothic stellen möchte, findet alles, was man darüber wissen muss, im Internet, wo es viele Blogs, Foren und Infoseiten zum Thema gibt. Und dann heißt es Gothic oder nicht…
